Geliebter mitmenschlichkeit

Geliebter Mitmenschlichkeit

Geliebter Mitmenschlichkeit MARIA LOLEYMaria Loley hat Menschlichkeit eingefordert – von uns allen und für uns alle. Sie hat das Wort Mitmensch neu geprägt in einer Zeit, in der die Polarisierung zwischen uns und den anderen politisch instrumentalisiert wurde. Sie war kompromisslos und mutig. Sie hat allein den Mensch gesehen und gesellschaftliche Grenzen übertreten. Für sie zählte die Linderung menschlicher Not, das innere und das äußere Leid, – und sie hat Hoffnung geschenkt durch ihren Glauben.

25 Jahre lang war ich an ihrer Seite. Ich danke ihr für diese gemeinsame Zeit und bin heute voller Erinnerungen. Selbst ein Flüchtling kam ich damals zu ihr wegen einer Familie, die in Not war. Sie half ohne zu zögern. Dann blickte sie fast erwartungsvoll auf mich und fragte, was ich benötigen würde. In diesen vielen Jahren erzählte ich ihr viel von meinen Nöten und sie mir von ihren. 

Maria hat mir viel gegeben. Sie hat meine Augen auf das Wesentliche gelenkt und damit meinen Blick geschärft. Gerade in diesen unruhigen Zeiten brauchen wir ihr Vorbild gelebter Mitmenschlichkeit: Aufeinander zugehen und einander verstehen. Maria Loley hat viele Menschen vereint und die Arbeit der Bewegung Mitmensch formiert. Ihr Werk wird weitergetragen werden von vielen Helfern. 

Maria hat nicht aufgegeben. Bis in ihre letzten Tage war sie für andere da. Heute ist sie von uns gegangen. Wir werden uns an sie erinnern und unseren Kindern von ihr erzählen. Möge sie in Frieden ruhen. 

Manuel Baghdi

Obmann des Vereins Bewegung Mitmensch – Maria Loley


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